Fragen und Antworten zur extremen Trinkwasserinitiative

Hier finden Sie Antworten auf verschiedenste Fragen rund um die Trinkwasserinitiative, die Trinkwasserqualität in der Schweiz, Chlorothalonil, Biodiversität, die Umweltziele der Landwirtschaft und vieles mehr. Welches Thema interessiert Sie?

Generelle Fragen

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Wieso kämpft die Landwirtschaft gegen diese Initiative?

Die Landwirtschaft nimmt die von der Initiative angesprochenen Themen ernst und anerkennt Handlungsbedarf. Die Antworten auf die Herausforderungen sind bereits in Umsetzung: nationaler Aktionsplan Pflanzenschutzmittelparlamentarische Initiative «Risiko beim Einsatz von Pflanzenschutzmittel reduzieren», nationale Strategie Antibiotikaresistenzen, Strategie und Aktionsplan Biodiversität und die von der Branche initiierten «Strategie für eine nachhaltige Schweizer Futtermittelversorgung». Mit einer konsequenten Um- und Durchsetzung aller Instrumente sind mehr als genug Hebel da, um die Ziele einer nachhaltigen Landwirtschaft zu erreichen und die aktuellen Herausforderungen anzugehen. Würde die Initiative angenommen, können die Bäuerinnen und Bauern ihren Grundauftrag nicht mehr erfüllen und die Versorgung der Schweiz mit gesunden, sicheren, qualitativ hochwertigen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln wäre in Frage gestellt. Die Initiative ist viel zu extrem und erreicht nicht einmal ihr Hauptziel: Es gibt gesamthaft keine Verbesserung für die Umwelt.

 

Was sind Pestizide und welche wären von der Initiative betroffen?

Der Initiativtext will Direktzahlungen auf Betriebe mit «pestizidfreier Produktion» beschränken. Pestizid ist ein Oberbegriff, der verschiedene Kategorien von Mitteln umfasst. Eine davon sind die Pflanzenschutzmittel. Gemäss offizieller Definition zählen alle Pflanzenschutzmittel und Biozide zu den Pestiziden, egal ob sie natürlichen oder synthetischen Ursprungs sind. Damit ist auch der Biolandbau von der Initiative betroffen. Die dort zugelassenen, natürlichen Mittel könnten ebenfalls nicht mehr eingesetzt werden.

 

Hat die Initiative einen positiven Einfluss auf den Preis und die Qualität unseres Essens?

Genau das Gegenteil dürfte der Fall sein: Unser Essen wird nicht gesünder, aber teurer. Mit der Initiative würde die inländische Produktion massiv abnehmen, was zusätzlich Importe zur Folge hätte. Bei den amtlichen Kontrollen sind die Beanstandungen aufgrund von Rückständen bei importierten Lebensmitteln bis zu fünfmal höher, bei asiatischen Produkten liegt sie gar bei 22%. Der starke Rückgang der einheimischen Produktionsmenge sowie die extrem hohen Produktionsanforderungen in unserem Land würden zudem die Schweizer Lebensmittel enorm verteuern.

Quelle: BLV/BLW, MNKP Jahresbericht 2019

 

Braucht es weitere Gesetze und Vorgaben?

Aus unserer Sicht nicht. Neben den vielen bereits bestehenden Gesetzen und Vorgaben gibt es eine parlamentarische Initiative, welche die mit dem Pflanzenschutz verbundenen Risiken mit verbindlichen und messbaren Grössen und Fristen künftig reduziert. Wichtig ist vielmehr alle bereits bestehenden Vorgaben konsequent umzusetzen.

 

Was passiert mit jenen Betrieben, die sich nicht an die neuen Regelungen halten können?

Eine Annahme der Initiative würde vor allem Betriebe mit Spezialkulturen wie Obst oder Weinbau, gewissen Ackerkulturen sowie Geflügel-, Eier- und Schweineproduktion zwingen, auf Direktzahlungen zu verzichten und aus dem ökologischen Leistungsnachweis auszusteigen oder die Produktion aufzugeben. Beide Wege bringen keine positive Umweltwirkung.

 

Pflanzenschutz

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Für was brauchen die Bauernfamilien Pflanzenschutzmittel?

Die Schweizer Bauernfamilien treffen viele vorbeugende Massnahmen, um ihre Kulturen vor Krankheiten oder Schädlingen zu schützen: geeignete Bodenbearbeitung, vielfältige Fruchtfolge, gesundes Saatgut oder resistente Sorten. Doch je nach Wetter reicht dies nicht immer, um die hohen Qualitätsansprüche der Händler, Verarbeiter sowie der Konsumentinnen und Konsumenten zu erfüllen: Bei Früchten oder Gemüse ist im Laden das tadellose Aussehen besonders wichtig. Eine kleine Raupe auf einem Salatkopf führt dazu, dass ein Gemüsebauer die Ernte eines ganzen Tages oder Feldes nicht verkaufen kann. Aus diesen Gründen kommen Bauernbetriebe nicht darum herum, befallene Kulturen zu behandeln. In der Schweiz ist der Einsatz von Pflanzenschutzmittel streng kontrolliert. Zudem setzen auch konventionell wirtschaftende Betriebe immer öfter biologische Mittel ein. Bereits 40 Prozent sind natürlichen Ursprungs.

 

Was wäre, wenn die Bauernfamilien keine Pflanzenschutzmittel mehr einsetzen könnten?

Ein kompletter Verzicht auf Pflanzenschutzmittel hätte eine Reduktion der Schweizer Produktion um bis zu 30 % zur Folge. In regnerischen Jahren könnten die Ernteausfälle noch viel höher ausfallen. Bei Spezialkulturen wie Reben, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Zuckerrüben oder Raps müsste auch mal mit Totalausfällen gerechnet werden. Ohne Pflanzenschutzmittel verringert sich auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln und Lagerverluste steigen. Zudem könnten die Qualitätsanforderungen der Abnehmer sowie der Konsumentinnen und Konsumenten oftmals nicht mehr erfüllt werden.

Quelle: Agroscope, Folgen der Trinkwasserinitiative ab 

 

Wo steht die Schweizer Landwirtschaft bezüglich Pflanzenschutzeinsatz im internationalen Vergleich?

Der Pestizideinsatz in der Schweiz ist klar tiefer als im Ausland. Dies zeigen die Verkaufsstatistik des Bundesamts für Landwirtschaft, die Zahlen der Agroscope und die Daten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Im Vergleich mit Deutschland setzen wir 42% weniger Pflanzenschutzmittel ein. Zudem sind in unserer Statistik alle natürlichen Wirkstoffe und biologischen mittel miteingerechnet. Im Ausland fehlen diese.

Quelle: Agroscope, Argarumweltindikatoren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

 

Wie unterscheiden sich importierte Lebensmittel von Schweizer Produkten?

Importierte Lebensmittel stammen aus Produktionsbedingungen, die mit dem Schweizer Standard in Bezug auf Ökologie und Tierhaltung nicht mithalten können. Bei den amtlichen Kontrollen sind die Beanstandungen aufgrund von Rückständen bei importierten Lebensmitteln bis zu fünfmal höher, bei asiatischen Produkten liegt sie gar bei 22%. Zudem zeigt ein Monitoring des Bundes, dass Schweizer Lebensmittel frei von Glyphosat-Rückständen sind. Auf importiertem Getreide, ausländischen Hülsenfrüchten oder Teigwaren findet man hingegen zum Teil erhebliche Mengen.

Quelle: BLV/BLW, MNKP Jahresbericht 2019

 

Pflanzenschutzmittel werden zugelassen, dann wieder verboten. Warum?

Es ist normal, dass im Verlauf der Zeit neue Erkenntnisse gewonnen und darauf basierend Anwendungsauflagen angepasst oder Produkte vom Markt genommen werden müssen. Der Rückzug einst bewilligter Mittel zeigt, dass unser System funktioniert und bei Bedarf gehandelt wird. Das gleiche Verfahren kommt auch in anderen Bereichen, z.B. bei Medikamenten, zur Anwendung.

Trinkwasser

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Wie steht es um das Schweizer Trinkwasser?

Die Trinkwasserqualität in der Schweiz ist im weltweiten Vergleich hervorragend. Es lässt sich bedenkenlos trinken. So soll es auch bleiben! Sauberes Wasser ist auch ein Anliegen der Landwirtschaft. Die bestehenden Gesetze und Verordnungen verhindern neue Belastungen der Gewässer.

 

Verschlechtert sich die Qualität unseres Trinkwassers?

Nein, die Qualität unseres Trinkwassers hat sich nicht verschlechtert. Es ist immer noch das gleiche Wasser, das wir seit über 30 Jahren trinken. Die Analysemethoden sind hingegen viel feiner geworden. Heute lassen sich bereits Kleinstmengen von Rückständen nachweisen. Zudem gibt es laufend neue Erkenntnisse und Beurteilungen von Stoffen. Chlorothalonil beispielsweise (ein Mittel gegen Pilzkrankheiten) galt bis vor kurzem als bedenkenlos. Neu kann die europäische Gesundheitsbehörde mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit nicht mehr ausschliessen. Darauf reagierte der Bund und verbot das Mittel per Ende 2019.

 

Was ist Chlorothalonil und wird es noch eingesetzt?

Chlorothalonil ist ein Pflanzenschutzmittel, das früher zur Bekämpfung von verschiedenen Pilzkrankheiten eingesetzt wurde. Seit Ende 2019 ist es verboten, nachdem die europäische Gesundheitsbehörde mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit nicht mehr sicher ausschliessen konnte. Vorher galt dieser Stoff jahrzehntelang als bedenkenlos. Die internationale Agentur für Krebsforschung stuft Chlorothalonil in die Kategorie 2 ein. In dieser findet man auch rotes Fleisch, heisse Getränke über 65 Grad Celsius oder Schichtarbeit. Gemäss dem Berner Kantonschemiker müsste eine 70 kg schwere Person lebenslänglich täglich 10’500 Liter Wasser trinken, um auf eine bedenkliche Dosis zu kommen.

Quelle: IARC, List of classifications by cancer sites with sufficient or limited evidence for Humans

 

Stimmt es, dass die Bauernbetriebe bei Wasserverschmutzungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden?

Nein. Wenn ein Betrieb die Auflagen zum Gewässerschutz verletzt, gibt es ein Strafverfahren, Bussen sowie Kürzungen der Direktzahlungen. Gewässerverschmutzung wird sanktioniert, nicht subventioniert.

Quelle: BLV/BLW, MNKP Jahresbericht 2019

Wo steht die Landwirtschaft im Branchenvergleich punkto Wasserverschmutzung?

Pflanzenschutzmittel gehören zu den wenigen Stoffen, nach denen man im Trinkwasser überhaupt sucht. Für Rückstände von Industrie- und Haushaltschemikalien, Süssstoffe, Röntgenkontrastmitteln, Hormonen oder Medikamenten gibt es keine Anforderungswerte. Mit ihrem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel bestehend aus 51 verschiedenen Massnahmen macht die Landwirtschaft ihre Hausaufgaben. Sinnbildich dafür sind die 64.8 t Industrie- und Haushaltschemikalien, 19.8 t künstlichen Süssstoffe oder 16.9 t Arzneimittel, die jedes Jahr den Rhein hinunterfliessen, gegenüber 0.9 t Pflanzenschutzmitteln.

Quelle: UVEK, Massnahmen an der Quelle zur Reduktion der Mikroverunreinigungen in den Gewässern

 

Fütterung

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Woher stammt das Futter für die Tiere?

86% des Futters für die Nutztiere stammt aus der Schweiz. Bei den Raufutterverzehrern, also den Kühen, Kälbern, Rindern, Schafen, Ziegen oder Pferde, sind es gar 90%. Dem Grasland Schweiz sei Dank! Speziell zur Fütterung der Schweine und Hühner sind wir auf Importe angewiesen. Wir importieren aber nur gentechfreies Futter. Soja muss zertifiziert nachhaltig produziert worden sein. Unterdessen stammt 50 % des verfütterten Sojas aus Europa.

Quelle: Agristat, Futtermittelbilanz 

 

Wieso können Geflügel und Schweine nicht ausschliesslich mit betriebseigenem Futter ernährt werden?

Nicht jeder Betrieb – speziell solche im Hügel- oder Berggebiet – kann auf seinen Flächen Ackerbau betreiben. Das wäre aber nötig, damit er das Futter für Schweine und Geflügel selbst produzieren kann. Denn Schweine und Hühner sind keine Grasfresser. Zudem wäre die sinnvolle Verfütterung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelindustrie, wie z.B. Getreidekleie aus der Müllereibranche oder Schotte aus der Käseproduktion nicht mehr möglich. Diese wertvollen Futtermittel würden in Biogasanlagen oder in der Kehrrichtverbrennung landen – ein ökologischer Unsinn.

Nährstoffe

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Fällt in der Schweiz zu viel Mist und Gülle an?

Nein. Die Schweiz ist zusätzlich zu den Nährstoffen im Mist und in der Gülle der Tiere auf Kunstdüngerimporte angewiesen. Die Landwirtschaftsbetriebe dürfen nicht mehr Nährstoffe ausbringen, als die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen. Jeder Hof muss nachweisen, dass seine Nährstoffbilanz ausgeglichen ist. Hofdünger sind besonders wertvoll, weil sie die Humusbildung und Bodengesundheit fördern sowie den Nährstoffkreislauf auf dem Betrieb schliessen.

 

Woher stammt der Phosphor in gewissen Seen?

Dieses Problem von heute hat seine Ursache in der Vergangenheit. In Seen mit wenig Durchfluss und Umwälzung wie Sempacher-, Hallwiler-, Baldegger- oder Zugersee verläuft der Abbau des problematischen Phosphors sehr langsam. Der Eintrag erfolgte in den 80er Jahren durch Landwirtschaft, Industrie und Siedlungsabwässer. Die heutigen Regelungen verhindern neue Belastungen der Seen. Die ersten Etappenziele der regionalen Phosphorprojekte sind erreicht.

Quelle: BLW, Agrarbericht 2016 

 

Ist eine Landwirtschaft ohne Ammoniakemissionen denkbar?

Die natürlichen Prozesse der Tierhaltung und die tierfreundlichen Schweizer Haltungssysteme mit viel Auslauf an der frischen Luft führen zwangsläufig zu gewissen Ammoniakemissionen. Die Schweizer Landwirtschaft macht ihre Hausaufgaben und hält das internationale Abkommen bezüglich Ammoniak ein. Wird die Tierhaltung in der Schweiz bei gleichbleibendem Konsum zu reduziert, führt dies zwangsläufig zu Mehrimporten mit höherer, globaler Umweltbelastung.

Quelle: BAFU, Luftreinhaltung: Die Schweiz hat ihre internationalen Verpflichtungen erfüllt

 

Biodiversität und Umweltziele

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Setzt sich die Schweizer Landwirtschaft ausreichend für Bienen, Insekten und Vögel ein?

Die Landwirtschaft stellt 190’000 ha Biodiversitätsförderflächen zur Verfügung. Die Umweltziele bei der Biodiversität sind alle erreicht oder übertroffen. Mit der Petition «Insektensterben aufklären» setzt sich die Schweizer Landwirtschaft für wirksame Massnahmen gegen das Insektensterben ein. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln z.B. gegen Schadinsekten erfolgt möglichst nützlingsschonend. Für die Bewilligung von Mitteln ist ein Nachweis erforderlich, dass Bienen und andere Insekten nicht geschädigt werden. Viele kritische Mittel sind heute verboten. Immer häufiger kommen alternative Methoden oder natürliche Wirkstoffe zum Einsatz.

Quelle: BLW, Agrarbericht 2019, Agrarumweltindikatoren und Kennzahlen auf nationaler Ebene 

 

Hält die Schweizer Landwirtschaft ihre Umweltziele ein?

Die vier Umweltziele für die Landwirtschaft in den Bereichen Biodiversität und Landschaft, Klima und Luft, Wasser sowie Boden werden in 39 Unterziele unterteilt. Davon gelten gemäss Bundesrat sieben als erreicht, für neun ist zurzeit keine Aussage möglich und die verbleibenden 23 haben den Status «nicht erreicht». Allerdings liegt der Erfüllungsgrad bei den Etappenzielen der letzten Kategorie in vielen Fällen zwischen 80 und 93%: Steigerung der Stickstoffeffizienz (91%), Steigerung Phosphoreffizienz (84%), Senkung Ammoniakemissionen (85%) oder Phosphorgehalt der Seen (80%). Für neun weitere Teilziele aus den Bereichen Landschaft, Wasser und Boden fehlt eine gesamtschweizerische Übersicht oder es existieren keine Indikatoren. Bis heute gibt es für keinen anderen Wirtschaftssektor Umweltziele.

Quelle: BLW, Vernehmlassung zur Agrarpolitik ab 2022 – Erläuternder Bericht 

 

Was sind die Konsequenzen eines Ausstiegs aus dem ökologischen Leistungsnachweis?

Der ökologische Leistungsnachweis bildet die Grundlage für den Erhalt von Direktzahlungen. Dazu gehört beispielsweise die definierten Mindestflächen für die Förderung der Biodiversität wie extensive Wiesen, Hecken oder Hochstammbäume. Verzichtet ein Betrieb auf die Direktzahlungen, muss er auch die damit verbundenen Vorgaben nicht mehr einhalten. Die Gefahr ist gross, dass er den Ausfall mit einer Intensivierung der Produktion kompensiert.

Antibiotika

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Wann setzen die Nutztierhalterinnen und -halter Antibiotika ein?

Jede Antibiotikabehandlung bei einem Nutztier bedingt eine Verschreibung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt und jeder Einsatz wird in einer Datenbank erfasst. In der Schweizer Landwirtschaft gilt der Grundsatz: «Antibiotika als Heilmittel: Ja. Antibiotika als Prophylaxe: Nein», Der Einsatz in der Nutztiermedizin hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert.

Quelle: BLV, ARCH-Vet Bericht über den Vertrieb von Antibiotika und Antibiotikaresistenzen in der Veterinärmedizin in der Schweiz 2019

Foodwaste

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Reduziert sich dank der Initiative der Foodwaste?

Nein. Rund 40% der Lebensmittel schaffen den Weg vom Feld in den menschlichen Magen nicht. Auf Stufe Landwirtschaft fallen 9% der Verluste an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Strenge Vorgaben der Zwischen- und Detailhändler bezüglich des Aussehens, der Form oder Qualität sowie hohe Qualitätserwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten. Zum Anspruch der Perfektion an Naturprodukte kommen viele andere Faktoren entlang der ganzen Wertschöpfungskette dazu. Einschneidend sind insbesondere die eng gesetzten Ablaufdaten, nicht bedarfsgerechte Einkäufe, schlechtes «Resten»-Management und ähnliches mehr. Die Initiative hat auf keinen dieser Punkte einen Einfluss.

Quelle: BAFU, Lebensmittelabfälle